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Heiztechnik

So richtig warm ums Herz wird es informierten Sparmeistern. Denn sie wissen: Gerade im Bereich Wärme liegt das größte Energiesparpotential. Damit den Kosten eingeheizt werden kann!

 

Mitrechnen und beim Heizen sparen!

 

Jeder Autofahrer weiß, wieviel Treibstoff sein fahrbarer Untersatz verschlingt. Jede Hausfrau und jeder Hausmann weiß, was ein Viertel Butter kostet. Aber wer weiß schon genau, wie hoch seine Heizkosten sind? Dabei ist es leicht zu errechnen: Einfach den Ölverbrauch durch die Quadratmeter Wohnfläche dividieren. Verbrauchen Sie mehr als 20 Liter Heizöl pro Quadratmeter, so ist dies zu hoch, liegt der Wert unter 10 Litern, zählen Sie zu den Energiesparern. Sollten Sie mit Gas heizen: ein Kubikmeter Gas entspricht einem Liter Öl!

 

Gute Dämmung, tiefe Temperaturen!

 

Das Wohlfühlen hängt maßgeblich von der Dämmung ab. Braucht man bei schlechter Dämmung 23 Grad zum Wohlfühlen, so sind bei einem Niedrigenergiehaus bloß 21 Grad nötig. Mit guter Dämmung kann man in diesem Fall also rund 10% Energie zusätzlich aufgrund der niedrigeren Raumtemperatur sparen.

 

Temperaturen zum Wohlfühlen!

 

Zum Schlafen benötigen wir weniger Wärme als im Wohnzimmer oder im Bad. An dieser Erkenntnis sollten sich auch die Heizgewohnheiten orientieren. Gemeinhin sind folgende Temperaturen sinnvoll: Wohnzimmer: 20 bis 22 Grad, Schlafzimmer: 16 bis 18 Grad, Kinderzimmer: 20 Grad, Badezimmer: 24 Grad. Diese zimmerweise Regelung wird durch Thermostatventile an den Heizungsradiatoren möglich. Pro Grad niedrigerer Temperatur spart man übrigens bis zu 6% Energie.  

 

Nicht falsch sparen!

 

Kurzfristig unbenutzte Räume überhaupt nicht zu heizen, liegt zwar nahe, aber der Glaube, damit Energie zu sparen, entpuppt sich als Aberglaube. Es kostet auch Energie, kalte Räume wieder aufzuheizen. Besser ist es diese Räume permanent mit Thermostatventilen niedrig temperiert zu halten. 

 

Urlaub für die Heizung!

 

Warm ums Herz wird dem, der im Winter auf Urlaub fährt und daran denkt, die Heizung zurückzudrehen. Ein Grad Raumtemperatur weniger senkt den Energieverbrauch auch hier um bis zu 6%. Und in Abwesenheit genügen 15 Grad Raumtemperatur oder weniger. Das so gesparte Geld lässt sich im Urlaub viel sinnvoller ausgeben!

 

Wärmedämmung!

 

Nischen, in denen Heizkörper untergebracht sind, sind häufig besonders dünnwandig. Daher sollten Sie - wenn es der Abstand zwischen Wand und Heizkörper erlaubt - Dämm-Material anbringen. Dadurch verbleibt mehr Wärme im Raum. Besonders leicht zu handhaben sind alubeschichtete Dämmmatten: Sie sind problemlos zu montieren und strahlen die wertvolle Wärme in den Raum zurück.

 

Dicht machen!

 

Schlecht abgedichtete Fenster kosten Energie. Nehmen Sie daher Ihre Fenster mit einem einfachen Versuch unter die Lupe.  

  • Sind die Fensterfugen dicht? - Klemmen Sie ein Blatt Papier zwischen Fenster und Rahmen, lässt sich das Papier leicht herausziehen, ist die Dichtung ungenügend. Führen Sie den Versuch an verschiedenen Stellen durch!
  • Ist der Rahmen dicht? - Mit einer brennenden Kerze lassen sich durchlässige Stellen leicht aufspüren. Bei Wind oder Kälte ist die Überprüfung einfacher. 

Lösung: Sie bringen ein Dichtungsprofil am Fensterrahmen an.

 

Geringer Aufwand mit großer Wirkung!  

Rollo runter!

Rollläden vor den Fenstern kosten Geld, aber Sie bringen auch Geld: Sie vergrößern nämlich den isolierenden Luftpolster und verringern dadurch die Wärmeverluste. Durch Schließen der Rollläden während der Nachtstunden können bis zu 15% Heizenergie eingespart werden. Voraussetzung dafür sind ein dichter Rollladen sowie ein wärmegedämmter Rollladenkasten.  

 

Vorhang auf!

Heizungsradiatoren mögen ja nicht immer der Ästhetik letzter Schluß sein, sie aber deshalb mit Vorhängen abzudecken, kommt teuer: Geht der Vorhang bis zum Boden, kann der Energieaufwand um bis zu 40% steigen. Der Grund ist klar: Der Ausbreitungsweg der wohligen Wärme wird gehemmt, und der Energieaufwand zur Erzielung einer angenehmen Raumtemperatur wächst. Reicht der Vorhang hingegen nur bis ca. 5 cm über den Heizkörper, und sorgt zusätzlich ein Fensterbrett über dem Radiator für bessere Abstrahlung der Wärme, so sind bis zu 25% Energieersparnis erzielbar!

 

Vorhang zu!

Vor allem, wenn Ihre Vorhänge aus etwas stärkerem Material sind, können sie zum Energiesparen beitragen: Ist der Fensterbereich vollständig abgedeckt, verringern sich die Wärmeverluste beträchtlich.

 

Luft ablassen!

Gluckert's im Heizkörper, ist es höchste Zeit, einmal so richtig Luft abzulassen, da ein Luftpolster die Zirkulation verhindert. Der Vorgang ist einfach: Ventil oben am Heizkörper öffnen, ein Gefäß darunter halten und warten, bis die Luft entwichen ist und Wasser austritt. Danach Ventil wieder schließen. Geringe Mühe, große Wirkung: Luft in der Leitung kann bis zu 15% mehr Energie kosten!  

 

Keine Sauna!

Teuer wird's, wenn im Heizraum von Häusern tropische Temperaturen herrschen, denn dann taugt die Wärmeabschirmung des Kessels mit Sicherheit nicht viel. Alte Kessel, in denen hohe Temperaturen herrschen, haben z. B. Wärmeverluste von 8 %. Durch gute Dämmung ist eine Reduzierung auf 1,5 % möglich! Auch eine Dämmung der frei liegenden Heizungsrohre (im Keller) vermindert die Wärmeverluste beträchtlich! 

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