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Geschichte Wasserwerk

Quelle Haaberg erbaut 1892-1893

Das Wasserwerk bis 1893

 

Jahrhunderte­lang bestand die einzige öffentliche Wasser­versorgung des Marktes Amstetten aus dem Kilian­brunnen auf dem Markt­platz. Das Wasser wurde ihm durch eine eigene Leitung zugeführt, die von einer Quelle gespeist wurde, die sich ungefähr dort befand, wo Gschirm­bach und Edla­bach ineinander münden. Die Häuser am Haupt­platz Nr. 17 (Stadt­apotheke) und Nr. 23 (Freis­leben) besaßen das Recht, das Überwasser des Kilian­brunnens zu benutzen. Im übrigen versorgten sich die Bewohner des Marktes Amstetten aus ihren Haus­brunnen.

Da es bis in die Mitte des 19. Jahr­hunderts in Amstetten keine klag­los funktionierende Kanalisation gab und Dünger­stätten und Senk­gruben nicht ausreichend kontrolliert wurden, war das Wasser vieler Brunnen verseucht. Die Folge waren immer wiederkehrende Typhus­epidemien. Eine solche Epidemie brach in Amstetten im Sommer 1891 aus, sie forderte 12 Todesopfer. Zwar wurde der Markt Ende 1891 für seuchen­frei erklärt, aber auch in den folgenden Jahren kam es wiederholt zu Typhus­fällen.

Die Bezirkshauptmannschaft unter ihrem energischen Leiter Baron Lattermann reagierte rasch und ordnete eine Untersuchung der Brunnen, der Kanäle und der häuslichen sanitären Verhältnisse an. Das Ergebnis der Untersuchung war tatsächlich bestürzend. Manche Haus­eigentümer ließen sich erst durch Straf­androhungen dazu bewegen, die aufgezeigten Miss­stände zu beheben.

Mit Beschluss des Gemeinde­ausschusses vom 11.4.1892 erwarb die Marktgemeinde Amstetten eine Wiesen­parzelle in Haaberg. Im darauf folgenden Jahr, am 7.3.1893, konnte der Bau der Wasser­leitung in Angriff genommen werden. Die gusseiserne Leitung vom Behälter in das Versorgungsgebiet hatte eine Länge von 2,2 km und einen Durchmesser von 100 mm. Das vollendete Werk wurde am 20. August 1893 feierlich er­öffnet.

 

 

 

Das Wasserwerk zu Beginn des 20. Jahrhunderts

 

Durch den Aufschwung Amstettens um die Jahrhundertwende war es bald erforderlich, eine zweite Wasserleitung zu errichten. Das zweite Wasserwerk, die Rinnerbauer-Wasserleitung wurde 1901 in Betrieb genommen. Ab 1908 wurde die Kapazität der beiden Wasserwerke so weit erhöht, dass die Versorgung der Stadt einigermaßen klaglos erfolgen konnte. 1917 wurde ein auf der Rennbahn befindlicher Brunnen ausgebaut, eine ähnliche Anlage wurde 1923 in der Ardaggerstraße geschaffen. Am 2.8.1929 wurde in Allersdorf ein neues, elektrisch betriebenes und vollautomatisch arbeitendes Pumpwerk in Betrieb genommen.

 

 

 

 

 

 

Pumpenhaus 1942
Horizontalfilterbrunnenbau 1972

Das Wasserwerk in der zweiten Hälfte des
20. Jahrhunderts

 

Die gegen Ende der fünfziger Jahre einsetzende enorme Bautätigkeit in Amstetten, die Errichtung neuer Siedlungen, Wohnhausanlagen und Betriebe erforderte neue Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserversorgung. 1962 wurde auf dem Krautberg ein Wasserhochbehälter gebaut, 1967 errichteten die Stadtwerke einen Hochbehälter oberhalb der Südhangsiedlung mit einem Fassungsvermögen von 3.000 m³. 1983 wurde dieser Hochbehälter durch einen Zubau erweitert, so dass derzeit hier ein Volumen von 9.000 m³ zur Verfügung steht.

1972 errichtete man das Wasserwerk Wassering. Von der Wasserrechtsbehörde wurde der Konsens für eine Förderung von 120 Liter/Sekunde erteilt. Der Brunnen ist 14 m tief und hat einen inneren Durchmesser von 3 m.

Mit 1.1.1972 trat die freiwillige Gemeindevereinigung in Kraft, Amstetten, Mauer, Ulmerfeld-Hausmening und Preinsbach bildeten die Großgemeinde Amstetten mit etwa 22.000 Einwohnern. Das bedeutete auch für die öffentliche Wasserversorgung eine neue Herausforderung. Neun Wasserwerke versorgten nun das gesamte Stadtgebiet - es waren dies Werk Allersdorf I, Werk II Rinnerbauer, Werk III Hochzone Gutenbergstraße, Werk IV Haaberg, Dorf Hausmening, Neufurth dazu die Quellen Ulmerfeld, Galtberg, ab Ende 1972 Werk Wassering. Der Brunnen Galtberg wurde im Oktober 1974 eingestellt.

Ende 1976 kam es zur Gründung des Gemeindewasserversorgungsverbandes Amstetten, dem die Gemeinden Amstetten, Oed-Öhling, Viehdorf und Winklarn angehörten, dessen Aufgabe es war, die Zubringerleitungen zu den Ortsnetzen zu bauen. Die von den Amstettner Wasserwerken geförderten Wassermengen reichten aus, um auch die angeschlossenen Ortsnetze speisen zu können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Trinkwasserbehälter in Parksiedlung 38

Die jüngste Vergangenheit

 

Im Jahr 1994 wurde eine neuer Brunnen in der Doislau errichtet um die Wasserversorgung auf Jahre hin zu sichern.

Im Jahr 2010 wurde der Brunnen Wassering, der heute hauptsächlich für die Wasserversorgung zuständig ist, umfassend saniert und erneuert. Die Erschließung von Schutzgebieten zur Absicherung der Qualität des Trinkwassers ist ein laufendes Projekt der STADTwerke Amstetten.

Mit dem 1. Jänner 2014 übernahmen die STADTwerke Amstetten auch das gesamte Versorgungsnetz der Gemeinde Winklarn.

 

Im Juni 2017 wurde der neu errichtete Trinkwasserbehälter in der Parksiedlung 38 feierlich eröffnet. Für die Umsetzung war der Einsatz modernster Techniken erforderlich. So wurden zwei zylinderförmige Edelstahl-Trinkwasserbehälter für je 500 m³ Wasser mit einem neu entwickelten Schweißverfahren erst vor Ort im Gebäude fertiggestellt.

Durch den Bau des Hochbehälters werden die Bewohner der "Hochzone" dauerhaft mit Trink- und Löschwasser versorgt.

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