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Tarifinformationen

Der Strommarkt wurde mit 1. Oktober 2001 in Österreich laut dem ElWOG (Elektrizitäts-, Wirtschafts- und Organisationsgesetz) liberalisiert. Der Strompreis wird nun in Netz, Energie, Steuern und Abgaben getrennt. Die Netzpreise sind laut Systemnutzungstarife-Verordnung (SNT-VO) von der Energie-Control Kommission verordnet. Die Steuern und Abgaben sind ebenfalls von Bundesministerien verordnet und werden von den Verteilernetzbetreibern eingehoben und an diese abgeliefert. Der Energiepreis (der lediglich ca. 1/3 der Gesamtstromkosten ausmacht) ist frei verhandelbar. Der Tarif I gilt für alle Haushaltskunden und ist für die Stromversorgung von Licht, Kühlschrank, Waschmaschine usw. vorgesehen.
Der Tarif III Schwachlast ist der Nachtstrom für die Aufheizung des Warmwasserboilers. Dieser Nachtstrom steht von 1. Oktober bis 31. März in den Nachtstunden und das restliche Jahr den ganzen Tag zum günstigen Nachtstromtarif zur Verfügung. Für den Nachtstromzähler fallen zwei Messpreise an, da die Nachtstrominanspruchnahme durch zwei Geräte erfolgt (Zähler und Schaltgerät). Für Gewerbekunden gibt es einen individuellen Energiepreis. Der Grundpreis bzw. Leistungspreis fällt bei jeder aktiven Kundenanlage an und beinhaltet die zur Verfügungstellung von elektrischem Strom. Der Messpreis für die Zähler fällt bei jeder aktiven Kundenanlage an und beinhaltet die Zähler-, die Abrechnungskosten und die Kosten für die Zählerwechslung bei Eichfälligkeit.

Systemnutzungsentgelt - Netzkosten

In Ihrer Stromrechnung sind die für die Netznutzung vom Netzbetreiber Stadtwerke Amstetten erbrachten und in Rechnung gestellten Leistungen bereits enthalten. Diese Kosten, mit Ausnahme des Entgeltes für Messleistungen, werden von der Energie-Control Kommission verordnet. Den Ausweis dieser Kosten finden Sie am Ende der Rechnung.

Netznutzungsentgelt: Das Entgelt für die Netznutzung besteht aus einem Arbeits- und einem Leistungs (Grund-)preis und dient zur Abgeltung der Kosten für die Errichtung, den Ausbau, die Instandhaltung und den Betrieb des Netzsystems (z.B. Leitungen, Trafostationen, Umspannwerke, Steuereinrichtungen, etc.)

Netzverlustentgelt: Damit werden die Kosten für die Beschaffung jener Energiemengen abgegolten, die für den Ausgleich von Netzverlusten erforderlich sind.

Entgelt für Messleistungen: Damit werden im Wesentlichen die Kosten für die Messgeräte und die Zählerdatenverarbeitung abgegolten. Das aktuelle Entgelt für Strom-Messleistungen finden Sie hier.
 
Zuschläge und Abgaben

Die folgenden Zuschläge, Abgaben sowie Förderbeiträge müssen aufgrund gesetzlicher Anordnungen vom Netzbetreiber Stadtwerke Amstetten in Rechnung gestellt werden. Sie werden zur Gänze an Dritte abgeführt und kommen somit nicht den Stadtwerken Amstetten zugute.

Elektrizitätsabgabe: Mit dem Strukturanpassungsgesetz 1996, BGBl 201/96, wurde die Abgabe auf die Lieferung und den Verbrauch von elektrischer Energie eingeführt. Diese Abgabe ist in der jeweils geltenden Höhe an das Finanzamt abzuführen.

Stranded Costs: Die Einnahmen kommen Elektrizitätsunternehmen zugute, bei denen wegen der Marktöffnung für Strom vorher durchgeführte Investitionen oder Rechtsgeschäfte unrentabel geworden sind. Die Stadtwerke Amstetten haben keine Stranded Costs geltend gemacht und sind somit kein begünstigtes Unternehmen. Rechtsbasis: Verordnung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Angelegenheiten (BMwA), BGBl II Nr. 52/1999, BGBl II Nr. 430/2000 in der jeweils geltenden Fassung.

Zuschlag für erneuerbare Energie und Kraft-Wärme-Kopplung: Dieser Zuschlag galt bis 31.12.2002 und wurde per 01.01.2003 durch den Förderbetrag für Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und den Förderbetrag für Ökostromanlagen ersetzt.

Förderbeitrag für Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen: Mit diesem Förderbeitrag wurde bis 31.12.2006 die bei der Erzeugung von Fernwärme gleichzeitig umweltfreundlich produzierte elektrische Energie unterstützt. Rechtsgrundlagen sind das Ökostromgesetz (BGBl. I Nr. 149/2002) und die Verordnung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Angelegenheiten (BGBl. II Nr. 509/2002) in den jeweils geltenden Fassungen.

Förderbeitrag für Ökostromanlagen: Mit diesem Förderbeitrag wurde bis 31.12.2006 die Stromerzeugung aus sonstigen Ökostromanlagen (Wind, Sonne, Biomasse, Deponiegas, Klär- und Biogas) unterstützt. Rechtsgrundlagen sind das Ökostromgesetz (BGBl. I Nr. 149/2002) und die Verordnung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Angelegenheiten (BGBl. II Nr. 507/2002) in den jeweils geltenden Fassungen.

Förderbeitrag für Kleinwasserkraftanlagen: Mit diesem Förderbeitrag wurde bis 31.12.2006 die Stromerzeugung aus Kleinwasserkraftanlagen unterstützt. Rechtsgrundlagen sind das Ökostromgesetz (BGBl. I Nr. 149/2002) und die Verordnung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Angelegenheiten (BGBl. II Nr. 507/2002) in den jeweils geltenden Fassungen.

Zählpunktspauschale: Am 23. Mai 2006 wurde im Nationalrat eine Novelle zum Ökostromgesetz beschlossen. Diese sieht vor, dass in Österreich die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern weiter ansteigen soll. Die Aufbringung der dafür nötigen Fördermittel wurde früher je kWh veranschlagt (=> verbrauchsabhängig). Mit der Novelle des Ökostromgesetzes wurde das Finanzierungssystem auf die Zählpunktspauschale geändert. Somit hat jeder Kunde über diese neue Zählpunktpauschale ab 1.1.2007 den gleichen und somit verbrauchsunabhängigen Beitrag zu leisten.

Die Zählpunktspauschalen sind von den Netzbetreibern gemeinsam mit dem Netznutzungsentgelt von den Endverbrauchern einzuheben und an die Ökostromabwicklungsstelle abzuführen. Anstelle der bisher verbrauchsabhängigen Förderbeiträge kommen ab 1.1.2007 folgende Zählpunktpauschalen je Zählpunkt (= je Zählerplatz mit Zähler) und Kalenderjahr zur Verrechnung:
      15,--   Euro in der Netzebene 7 (für Haushaltsanlagen)
    300,--   Euro in der Netzebene 6 (eigener Anschluss ab Trafostation)
 3.300,--   Euro in der Netzebene 5 (mit Hochspannungsmessung)

Ökoenergie Mehraufwand: Die Stromhändler, wie z.B. die Stadtwerke Amstetten, sind lt. Ökostromgesetz verpflichtet, einen zugewiesenen Anteil des in Ökostromanlagen erzeugten Stroms zu nicht marktkonformen Preisen einzukaufen. Die dadurch entstehenden Mehraufwendungen sind in den Strompreisen enthalten.


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